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bezahlen für nytimes.com? gepostet am 14.7.2009 um 15:19 von amade | web | trackback ich finde diesen beitrag: gut, schlecht. tags: medien, new york times, nytimes.com, tagesanzeiger, nzz, nzz online, andré marty, Kommentare journalismus (# von lkm, 14.07.09, 20:54, , lkm.watashi.ch) Zukunft der Zeitung (# von Dani Lüdi, 15.07.09, 20:52, , www.luedi7.ch/hochzeit) Ob der E-Zeitung das gleiche Schicksal blüht wie der Musik- und Filmindustrie? Was im Netz kostet wird doch heutzutage zum Leidtragen der Macher ja kostenlos unter Usern verbreitet. Werden wir uns unsere E-Papers bald mit Peer2peer software runterladen? werbung und kleinanzeigen (# von lkm, 16.07.09, 09:29, , lkm.watashi.ch) Ob der E-Zeitung das gleiche Schicksal blüht wie der Musik- und Filmindustrie?die traditionelle musik-industrie ist eine zwischenhändler-industrie. auch ohne filesharing hätte das internet diese industrie obsolet gemacht. die filmindustrie scheint vom internet nicht gross beeinträchtigt zu werden (siehe z.b. verkaufte kinotickets in den usa). problematisch ist für die filmindustrie eher der misserfolg von bluray, und die tatsache dass die leute lieber videogames kaufen. zeitungen haben zwei probleme:
das internet hat den preis für werbung gedrückt. ein blog kann damit trotzdem überleben, für zeitungen ist das ein problem. das internet hat den markt für kleinanzeigen zerstört. fast niemand bezahlt heute noch für eine kleinanzeige in einer zeitung, und kleinanzeigen waren für viele zeitungen eine wichtige einnahmequelle. Was im Netz kostet wird doch heutzutage zum Leidtragen der Macher ja kostenlos unter Usern verbreitet.du implizierst vier annahmen:
alle vier annahmen sind falsch.
es ist gut möglich dass das internet die zeitungen killen wird, aber mit filesharing wird das vermutlich wenig zu tun haben. werbung und kleinanzeigen sind für zeitungen das grössere problem. Zu den 4 Punkten (# von Dani Lüdi, 16.07.09, 20:58, , www.luedi7.ch/hochzeit) Ich denke der Preiszerfall bezüglich Werbung hängt sehr stark mit den sinkenden Leserzahlen und der Konkurrenz der Gratiszeitungen zusammen. (Grösserer Markt, mehr Konkurrenz) Die Abo-Zahlen der CH-Zeitungen nehmen meines Wissen deutlich ab. zu deinen 4 Punkten: 1. Die Leute sharen nicht alles, es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass heutige Kids mit Gratiszeitungen und "Gratis"-Musik vom Netz aufwachsen. Ich glaube, dass das Konsummuster dieser Generation einschneidende Veränderungen, vor allem auch in der Medienlandschaft, mit sich bringt. (am Stuhl der Billag wird ja auch gesägt) Es wird (zum Glück) immer Idealisten geben, die bereit sind für ein Produkt zu zahlen, doch gerade das Beispiel der Musikindustrie zeigt doch: Wieso zahlen, wenn man es kostenlos auf dem Netz findet? 2. deinem 2ten Punkt stimm ich zu (auch das gibt's 3. find's recht schwierig zu urteilen ob filesharing dem Hersteller nützt oder schadet. Es gibt sicher einige Clevere die sich mit den neuen Umständen gut arrangiert haben und das File-sharing als Werbeform nutzen, dennoch glaub ich nicht, dass diese Werbung den Verlust der regulären Einahmen decken. Heutzutage verdienen Bands vor allem an Konzerten und via Merchandising, die fehlenden CD-Verkäufe spüren die Bands/Musiker trotzdem sehr stark. "das publizieren von cds ist eine werbeausgabe" find ich als Musiker eine recht bedenkliche Aussage. Die CD ist ein Kunstwerk, auch wenn das jetzt pathetisch klingen mag. Sie ist nicht einfach Promo-Material. Stell dir vor ein Autor würde Bücher schreiben, damit seine "Kunden" an Lesungen kommen...Die CD an sich hat einen Wert, eine Band soll sich weiterhin die Zeit nehmen dürfen an ihrem "Baby" zu basteln, es zu entwickeln, ich will keine reinen "Live-Bands" mit imposanten Bühnenshows.... Wie gesagt, das Umfeld hat sich geändert, der Kunde (die Allgemeinheit, nicht der Liebhaber) ist nicht mehr bereit für die Musik zu bezahlen (und das find ich als Musiker bedenklich) 4. Auch da bin ich deiner Meinung. Diese Annahme hast du aber fälschlicherweise aus meiner Aussage "Was im Netz kostet wird doch heutzutage zum Leidtragen der Macher ja kostenlos unter Usern verbreitet." abgeleitet. Der Wert der Ware (wieder das Beispiel mp3) kann um ein Vielfaches geringer sein, dem Grossteil der Konsumenten ist das egal. Ob wir es war haben wollen oder nicht, es gibt zu viele, welche sich mit Zeitungen wie 20min und mp3 mit 128kBit/s begnügen... Ich verstehe nicht wieso die Werbung die Zeitungen killen sollte. Werbung wird es ja auch in Zukunft geben, wenn ich Newssites besuche stelle ich fest, dass die Werbung durchaus den Schritt ins Netz geschafft hat. werbung et al (# von lkm, 16.07.09, 22:20, , lkm.watashi.ch) Ich denke der Preiszerfall bezüglich Werbung hängt sehr stark mit den sinkenden Leserzahlen und der Konkurrenz der Gratiszeitungen zusammenja, das ist wahr. es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass heutige Kids mit Gratiszeitungen und "Gratis"-Musik vom Netz aufwachsenich bin mir nicht sicher ob das wirklich relevant ist. wir sind auch mit gratis-games und kopierten cds aufgewachsen, aber nachdem wir genügend geld hatten haben wir uns die sachen trotzdem gekauft. "das publizieren von cds ist eine werbeausgabe" find ich als Musiker eine recht bedenkliche Aussage.das ist aber nichts neues, sondern war schon immer so. ob es bedenklich ist oder nicht ist eine frage der einstellung; fakt ist es so oder so. Die CD ist ein Kunstwerk, auch wenn das jetzt pathetisch klingen mag.das widerspricht der vorhergehenden aussage ja nicht. Stell dir vor ein Autor würde Bücher schreiben, damit seine "Kunden" an Lesungen kommen...viele autoren schreiben fürs publikum und nicht für die kunst, genau so wie es musiker gibt die ihre musik möglichst erfolgsorientiert gestalten. Die CD an sich hat einen Wert, eine Band soll sich weiterhin die Zeit nehmen dürfen an ihrem "Baby" zu basteln, es zu entwickeln, ich will keine reinen "Live-Bands" mit imposanten Bühnenshowsdie wenigstens im internet erfolgreichen musiker würden dem widersprechen. brad sucks oder jonathan coulton haben alles andere als imposante bühnenshows, und zumindest brad sucks arbeitet jahrelang an neuen cds. Wie gesagt, das Umfeld hat sich geändert, der Kunde (die Allgemeinheit, nicht der Liebhaber) ist nicht mehr bereit für die Musik zu bezahlendas finde ich eine übertriebene aussage. die cd-verkaufszahlen brechen ein, aber sie sind alles andere als null. ausserdem braucht ein musiker lediglich 1000 einigermassen regelmässig bezahlende fans, um genügend geld für den lebensunterhalt zu verdienen (d.h. fans die monatlich im durchschnitt um die fünf franken für ihren lieblingsmusiker ausgeben). das ist kein unerreichbares ziel. vermutlich wird es in zukunft keine superstars mehr geben, aber ist das wirklich ein verlust für die kunst? Ich verstehe nicht wieso die Werbung die Zeitungen killen sollte. Werbung wird es ja auch in Zukunft geben, wenn ich Newssites besuche stelle ich fest, dass die Werbung durchaus den Schritt ins Netz geschafft hat.werbung im internet ist viel billiger als werbung in print-medien, aus zwei gründen:
Free (# von lkm, 26.07.09, 18:05, , lkm.watashi.ch) Ich bin gerade Free von Chris Anderson am lesen (welches man gratis als Audiobuch runterladen kann, was jeder tun sollte der an der Diskussion interessiert ist). Die im Buch postulierten Theorien sind zwar nicht sehr glaubwürdig weil sie vor allem auf Anekdoten basieren, das Buch ist aber trotzdem spannend und enthält viele interessante Fakten, insbesondere zum Musikmarkt. Dani schreibt: Ob der E-Zeitung das gleiche Schicksal blüht wie der Musik- und Filmindustrie? Was im Netz kostet wird doch heutzutage zum Leidtragen der Macher ja kostenlos unter Usern verbreitet. und Wie gesagt, das Umfeld hat sich geändert, der Kunde (die Allgemeinheit, nicht der Liebhaber) ist nicht mehr bereit für die Musik zu bezahlen Tatsächlich werden aber heute mehr CDs von mehr Bands produziert als je zuvor. Mehr Leute verdienen heute Geld mit Musik als vor fünf oder zehn Jahren. Die Top-Verdiener verdienen weniger, dafür verdienen die wenig populären Bands oft mehr; die Musikindustrie stirbt, aber die Musik ist heute so populär und so vielseitig wie nie zuvor. Dass weniger Schutz von intellektuellem Besitz zu mehr Kultur führt mag zuerst paradox erscheinen, tatsächlich macht es aber Sinn. Ein Grossteil der Kultur wird nicht primär zum Geldgewinn produziert, sondern weil die Produzenten Spass daran haben. Je weniger Kultur geschützt wird, desto mehr Freiheiten haben diejenigen Menschen, die Kultur produzieren. Dass die "kleineren" Kulturproduzenten besser mit Superstars konkurrieren können und am Ende von der "Liberalisierung" auch aus monetärer Sicht profitieren ist ein positiver Nebeneffekt vom ganzen. die frage (# von amade.ch, 27.07.09, 08:04, , www.amade.ch) die Musikindustrie stirbt, aber die Musik ist heute so populär und so vielseitig wie nie zuvor.dann ist die frage eigentlich eine andere: brauchen wir die musikindustrie? und wenn ja, wozu? Keine Existenzberechtigung (# von lkm, 27.07.09, 09:06, , lkm.watashi.ch) brauchen wir die musikindustrie?Falls du mit "Musikindustrie" die Labels meinst: Nein. Soweit ich weiss tut ein Musiklabel vor allem drei Dinge:
Punkt 1) ist heute dank Preiszerfall und Computer nicht mehr nötig, Punkt 2) ist dank Internet nicht mehr nötig, und in Punkt 3) waren Labels schon immer mies, das kann eine Band oder ein Musiker heute besser alleine, ebenfalls dank dem Internet. Die traditionelle Musikindustrie hat heute keine Existenzberechtigung mehr, und das völlig unabhängig von den Copyright-Verletzungen. musikmarkt (# von lkm, 28.07.09, 13:52, , lkm.watashi.ch) via slashdot: Overall UK music industry revenues were up in 2008. (...) Sales of recorded music fell 6% for example, digital was up 50% while physical dropped 10%, but concert ticket sales grew by 13%. In terms of what consumers spent on music as a whole last year, this surprisingly grew by 3%. Kommentar eingeben: (Bitte alle fett geschriebenen Felder ausfüllen) |
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