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hardmans world: fussballfans schuld an hohen kickerlöhnen Ich bin ja auf den Standpunkt, dass sämtliche Gelder über 30'000 CHF pro Jahr zuviel für die Leistung eines Fussballspielers ist. Doch es handelt sich nicht um ein Marktversagen, das solche Preise zulässt. Der Fehler ist viel mehr beim Fan zu suchen, der getrieben von Emotionen zu grössten Irrationalitäten neigt und entsprechende Löhne von Fussballspielern zulässt. Der zahlende Fussballfan ist schuld. in einem punkt hast Du recht, hardman, der markt versagt hier nicht. im gegenteil. nicht zuletzt aufgrund mangelnder regulierung kann jener verein die besten spieler anwerben, der am meisten für sie zu zahlen bereit ist. angebot und nachfrage at its best würde ich sagen. ohne diese enormen zahlen zu rechtfertigen würde ich sagen, dass hier einfach der markt spielt. das ist auch der grund dafür, dass immer mehr hochkarätige fussballer nach england wechseln. in keiner anderen europäischen topliga wird momentan so viel geld investiert. dahinter stehen in der regel privatleute, die an der spitze eines konzernes stehen. sie lassen sich ihr hobby dutzende von millionen kosten. um mitzuhalten muss man mitbieten, die preisspirale dreht sich. würden hier vorschriften erlassen, könnte sich das ändern. wie wäre es zum beispiel mit einer regel, dass jeder premier league club exakt den gleichen betrag den er für neue spieler ausgibt auch in die eigene nachwuchs investieren müsste? oder dass die stewards immer einen lohn entsprechend einem prozentsatz des höchsten spielerlohnes bekommen müssen. man könnte da recht kreativ sein. lässt man den markt aber weiter so spielen, werden die löhne weiter steigen. damit hat der fan an sich gar nichts zu tun, denn dem ist es egal, wie viel seine lieblinge verdienen. der will schlicht fussball sehen. gepostet am 07.9.2008 um 20:07 von amade | web | trackback ich finde diesen beitrag: gut, schlecht. tags: hardman, watashi.ch, löhne, fc basel, christian gross, valentin stocker, geld, markt, marktversagen, fussball, Kommentare doh? (# von lkm, 07.09.08, 20:57)
fans sind nicht teil vom markt??? in der tat (# von hardman, 08.09.08, 00:29) also ich finde meine äusserung immer noch nicht sonderlich lustig, sondern wahr. stimme auch mit deinen ansichten überein: der markt versagt nicht, sondern die marktteilnehmer mit ihrer irrationalität - behavioral finance... wie wäre es zum beispiel mit einer regel, dass jeder premier league club exakt den gleichen betrag den er für neue spieler ausgibt auch in die eigene nachwuchs investieren müsste?was interessiert mich der nachwuchs? dann gibts ja nur noch mehr fussballer. und von wegen: fussball bringt die migrantenkinder von der strasse: die statistiken über nationalitäten, bzw. sozialen herkünfte in den gefängnissen sprechen ihre eigene sprache und bewegen sich offensichtlich weitgehend unabhängig von der fussballförderung. oder dass die stewards immer einen lohn entsprechend einem prozentsatz des höchsten spielerlohnes bekommen müssen.was kümmern mich die stewards? hier spielt der markt auch: der steward kann seinen job zum preis x tun, oder er lässt es bleiben mit dem steward sein. was mich immer noch beschäftigt, ist die irrationalität von fussballfans, welche fussball einer dermassen grosse bedeutung in unserer kultur zukommen lässt. wieso fussball? (# von hardman, 08.09.08, 00:30) hier vielleicht eine erklärung: http://www.stoehlker.ch/weblog/2008/09/03/casesar-in-der-ostschweiz/ geld (# von amade.ch, 08.09.08, 08:03) ich werde das gefühl nicht los, dass Du keine ahnung hast, woher das geld im fussball kommt. Du glaubst offensichtlich, die ticketpreise bezahlten die löhne der spieler. das ist heute leider falsch. es sind tv-rechte und werbegelder, die den lohnkuchen anwachsen lassen. und wie gesagt: spendable club-oberhäupter tun das ihrige dazu. ausserdem solltest Du Dir wohl auch die geschäftsform der fussballclubs ansehen. die wenigsten sind als verein organisiert. es handelt sich dabei um unternehmungen. warum sollten sie ihren spielern keine marktgerechten löhne bezahlen? mit meinen beispielen, was man tun könnte, wollte ich die gelder der clubs in andere bahnen lenken. natürlich kümmern Dich die stewards nicht, aber denkst Du im ernst, die spieler kümmerten sich um Dich?? Du sagst, es sei irrational dem fussball so grosse bedeutung zuzumessen. natürlich ist es das. der homo oeconomicus ist eine reine theorie. in der wirklichkeit gibt es ihn nicht. im übrigens könntest Du Dir z.b. auch die baseballlöhne mal anschauen, in den usa und japan zum beispiel. oder wie wäre es mit golf? und nochmals zum mitschreiben: das problem sind nicht die fans, das problem ist ein perfekter, freier markt. warum wehrst gerade Du Dich dagegen? normalerweise stehst Du doch überall für maximalen wettbewerb ein. hardman's gedankengang (# von lkm, 08.09.08, 08:38)
Dabei ist offensichtlich, dass absurde resultate bei jedem freien markt früher oder später auftreten (die hohen managerlöhne sind noch viel weniger gerechtfertigt; die fussballer treffen wenigstens ab und zu das tor, was man von einigen milliardenschweren managern nicht gerade behaupten kann). Sonst wäre er wohl nicht frei. Am schluss stelle ich in frage, ob die hohen fussballerlöhne wirklich nicht gerechtfertigt sind. Diese armen säcke haben oft keine richtige ausbildung und können recht früh aus körperlichen gründen nicht mehr fussball spielen. Kommentator-posten im TV gibts nicht so viele, und trainer-jobs auch nicht. Wer für die letzten zwei drittel seines lebens nur noch scheissjobs kriegt und seine gesundheit ruiniert hat, sollte sich dafür schon was bezahlen lassen. oder aber (# von amade.ch, 08.09.08, 09:07) 1. fussballer verdienen viel geld 2. ich will auch viel geld verdienen 3. ich muss mit seltsamen argumenten die fussballclubs dazu bringen, das geld nicht den spielern sondern mir zu geben. Wer für die letzten zwei drittel seines lebens nur noch scheissjobs kriegt und seine gesundheit ruiniert hat, sollte sich dafür schon was bezahlen lassen.gut beobachtet lkm. das ist sehr wahr. neid! (# von lkm, 08.09.08, 13:15) 2. ich will auch viel geld verdienennein, nein, das neid-argument darf man nur bringen, wenn man über linke motzt, die mit managerlöhnen unzufrieden sind! so will es das gesetz! sorry (# von amade.ch, 08.09.08, 13:34) nein, nein, das neid-argument darf man nur bringen, wenn man über linke motzt, die mit managerlöhnen unzufrieden sind! so will es das gesetz!oh, richtig, wie konnte mir das bloss passieren? ich entschuldige mich in aller form und verneige mich vor der versammelten managerelite. re (# von hardman, 08.09.08, 17:56) der kern meiner argumentation dürfte wohl kaum neid sein: lkms schilderung des traurigen lebensabends eines fussballers lassen keinen neid aufkommen. auch das soziale millieu, in welchem sich heutige "schweizer" fussballer bewegen, beneide ich keineswegs. die entlöhnung lässt mich aber über deren leistung nachdenken. und ich bin definitiv der meinung, dass ihre leistung NIEMALS diese Kohle wert ist. Sie erstellen kein Produkt (und wenn, nimmt es fast faschistische züge an) und hinterlassen maximal 50% zufriedene kunden, wobei ein nicht zu vernachlässigender kundenkreis regelmässig durch negative externalitäten auf sich aufmerksam macht (lärm, vandalismus, pyro, spitalkosten, etc.). der leistung-kosten-vergleich mit managern finde ich gut, jedoch sehe ich das offensichtlich total anders: einige wenige manager sind ihre boni nicht wert, wobei der grösste teil der fussballer ihre löhne nicht durch ihre leistung rechtfertigen können. doch nebst unterschiedlicher wahrnehmung dürfte auch die unterschiedliche gewichtung der erbrachten leistung bei dieser bewertung einer rolle spielen. aber denkst Du im ernst, die spieler kümmerten sich um Dich?Nö, sicher nicht. Ich hoffe zumindest nicht. Ich will doch nichts mit dem stereotypen-fussballer zu tun haben. ein perfekter, freier markt. warum wehrst gerade Du Dich dagegen?gute frage. fussball hat sogar das potential migranten gesellschaftlich zu integrieren und bietet ihnen eine chance, doch noch was aus ihrem leben zu machen - ohne die sozialwerke zu belasten. weshalb ich mich dagegen wehre: weil ich ihre leistung nicht anerkenne. und bei jeder nicht verwerteten torchance zweifle ich mehr an diesen astronomischen löhnen. btw: und wenn man schon von einem bonus-malus-system bei den bankern reden möchte, müsste man es korrekterweise auch im fussball fordern. und noch was: die aktiven sportler belasten zwar nicht unsere sozialwerke, doch es ist eine frechheit, dass fifa, uefa und andere in der schweiz domizilierten sportverbände keine steuern bezahlen müssen, sich gleichzeitig aber als "unternehmen" aufspielen. und dass es auch für spieler ausnahmeregelungen geben soll, dass sie im ausland erhaltene prämien nicht zu versteuern haben, ist gerde nochmals ein skandal. fussballer sind doof (# von amade.ch, 08.09.08, 18:11) um die sache kurz zu machen, hättest Du einfach schreiben können, dass fussballer doof sind. das hätte dann für Dich der wahrheit entsprochen und Du hättest Dich nicht in diese wiedersprüchliche pseudoanalyse verstricken müssen. die irrationalität des fussballfans [...]: was er bekommt, steht in keinem verhältnis zu dem, was er dafür bezahlt.das versteh ich nicht. Du musst da doch die zahlungsbereitschaft des einzelnen miteinbeziehen. Du kannst nicht von aussen kommen und sagen, was Du kaufst ist nichts wert. wenn jemand bereit ist, 100 chf für ein champions-league-ticket auszugeben ist es ihm es offensichtlich so viel wert. sonst würde er das spiel nämlich zuhause gratis am tv gucken. und bei jeder nicht verwerteten torchance zweifle ich mehr an diesen astronomischen löhnen.ähm, Dir ist schon klar, dass nicht nur stürmer, sondern auch torhüter und verteidiger viel geld verdienen, ja? bah! (# von lkm, 08.09.08, 18:11) und ich bin definitiv der meinung, dass ihre leistung NIEMALS diese Kohle wert istwas bist denn du, ein verdammter kommunist? die leistung ist das wert, was der markt dafür zu bezahlen bereit ist! kannst ja nach china auswandern wenns dir bei uns kapitalisten nicht passt, du linksextremer nestbeschmutzer! einige wenige manager sind ihre boni nicht werteinige wenige == 99%. schon mal die aktuelle wirtschaftslage gesehen? es ist eine frechheit, dass fifa, uefa und andere in der schweiz domizilierten sportverbände keine steuern bezahlen müssenstimmt. wer sich wie eine gewinnorientierte gesellschaft verhält, soll auch so behandelt werden. und dass es auch für spieler ausnahmeregelungen geben soll, dass sie im ausland erhaltene prämien nicht zu versteuern haben, ist gerde nochmals ein skandal.stimmt auch. Kommentar eingeben: (Bitte alle fett geschriebenen Felder ausfüllen) |
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