natürlich hätte man auf diesem rasen besser nicht gespielt. die schneemassen der vergangenen wochen waren dank leichtem wärmeeinbruch zwar inzwischen weitgehend weggeschmolzen, doch das terrain litt doch arg unter dieser grossen menge wasser. trotzdem: das spiel begann mit grossem tempo und für luzern mit grosser freude. weil ianu mustergültig auf yakin ablegte, konnte dieser schon nach 120 sekunden zum 1:0 einschieben. auf der anderen seite liess sich davide callà nur weitere vier minuten zeit, bis er die verwirrte luzerner hintermannschaft mit dem ausgleich strafte. joetex frimpong hätte nach sehenswertem spielzug die führung für die platzherren zurückholen sollen, vergab aber kläglich. besser machte es noch vor der pause davide chiumiento. er nutzte menezes' patzer eiskalt und traf zum umjubelten 2:1.
nach der pause legten die luzerner wieder vor: yakins schuss prallte vom pfosten zurück vor ianus füsse und von dort ins netz. nur hätte die luzerner nummer 10 zu diesem zeitpunkt nicht mehr auf dem platz stehen dürfen. ein klares foul in der ersten hälfte hätte mit einer gelben karte bestraft gehört. doch weil schiedsrichter studer den wm-aspiranten schon früh ein erstes mal verwarnt hatte, schreckte er wohl vor der ampelkarte zurück. so konnte yakin weiterhin seine blendende form demonstrieren. in der 61. minute landete ein abschlussversuch von kukeli bei ihm. und schon stand es 4:1, obwohl die grasshoppers so schlecht nicht waren. dafür bauten die blauweissen nun ab, was zu mehr chancen für die zürcher führte. mehrere male retteten zibung oder das toraluminium die drei-tore-führung. schliesslich drückte dann aber doch cabanas den ball über die linie. doch zu diesem zeitpunkt war das spiel schon längst entschieden.
luzerns kreativabteilung zeigte sich von ihrer besten seite. so könnte man noch einige gegner mit null punkten vom tiefen gersagrasen befördern...
Bemerkungen: Luzern ohne Diarra und Etter (beide verletzt), Grasshoppers ohne Ben Khalifa, Lulic, Schultz und Lalombongo (alle verletzt) sowie Rolf Feltscher (nicht im Aufgebot). 58. Pfostenschuss von Afonso. 81. Lattenschuss von Zarate. Verwarnungen: 9. Smiljanic (Unsportlichkeit). 29. Hakan Yakin (Reklamieren). 62. Callà (Foul). 76. Veskovac (Foul).
die schweiz trifft in der qualifikation für die euro 2012 in polen und der ukraine auf montengro, wales, bulgarien und england. das spiel gegen montenegro wird sicher spannend, im speziellen auch für elsad zverotic, der bei luzern und eben auch in der montenegrinischen nationalelf kickt. gegen wales sollten zwei siege drin sein, gegen bulgarien mindestens einer. natürlich sind die beiden england-spiele die highlights dieser qualifikation. unter normalen umständen hat die schweizer nati gegen die engländer allerdings höchstens die chance auf ein unentschieden auf heimischem boden. somit wird es wohl auf eine barrage gegen einen anderen gruppenzweiten hinauslaufen.
wow, in diesem video hat's so viele unglaubliche ideen drin. pranav mistry hat nicht nur diese genialen ideen, sondern ist auch bereit, sie in einer opensource-umgebung mit anderen zu teilen und so weiterzuentwickeln. man darf gespannt sein.
gesehen bei immanuel auf fb
im oktober stellte ich hier das stammbaum-werbevideo von porsche ein und bemerkte, dass es sich um eine sehr gut gemachte animation handelt. erst jetzt sehe ich auf autoblog das making-of-video, das beweist, dass es eben doch echte autos waren. natürlich wurde die geschichte nachträglich am pc aufgebrezelt, trotzdem sind die tatsächlich mit 917 und co. gefahren.
wer 100'000 franken für ein bike ausgeben kann, sollte sich die vyrus 987 c3 4v unbedingt ansehen. der wassergekühlte v2 stammt aus dem hause ducati, wurde aber mit einem kompressor ausgerüstet, was die leistung auf satte 211 ps treibt. doch es ist nicht primär der motor, der an diesem bike begeistert. gerade einmal 153kg wiegt die supersportlerin. dann ist da die spektakuläre vorderradaufhängung. wenn ich das richtig sehe, handelt es sich um eine achsschenkellenkung. dazu kommen aus dem vollen gefräste aluminiumkomponenten und diverse karbonteile, die den technischen look des bikes komplettieren.
gestern haben mich gleich zwei dinge daran erinnert, dass ich hier schon ein paar mal gesagt habe, ich würde meine militärgeschichte kurz niederschreiben. zum einen war da der club auf sf, in dem es um die rs ging und zum anderen fand ich einen marschbefehl und ein paar andere dokumente aus jener zeit. da ich alles aus meiner erinnerung schreibe, können durchaus ein paar ungenauigkeiten mit drin sein. also ohne gewehr, ähm gewähr.
zunächst einmal wollte ich eigentlich militärdienst leisten. dies entgegen meiner politischen einstellung. für mich war es einfach der weg des geringsten widerstandes und auch vom zeitlichen aufwand her erträglich. allerdings wusste ich, dass ich auf keinen fall schiessen wollte.
bei der aushebung gab ich mir mühe, sportlich weder positiv noch negativ aufzufallen. ja, ersteres wäre zu dieser zeit durchaus auch möglich gewesen. jedenfalls erreichte ich 268 punkte, was für das prädikat gut ausreichte. natürlich war man zuvor mit diversen guten tipps an mich herangetreten. den vom nicht auffallen hab ich mir dann zu herzen genommen. schliesslich landete ich als nachrichtensoldat bei den fliegertruppen, wie ich das in etwa geplant hatte.
nun wollte ich ja eben ohne waffe dienen. darum stellte ich fristgerecht ein gesuch. daraufhin "durfte" ich vor die untersuchungskommission, die aus drei leuten bestand. der aushebungsoffizier, ein arzt und eine dritte person, deren funktion mir nicht mehr bekannt ist. jedenfalls sollten die drei prüfen, ob bei mir tatsächlich ein gewissenskonflikt im zusammenhang mit dem schiessen vorliegt. zunächst wurde ich einzeln befragt, dann von allen drei gleichzeitig. kaum hatte ich einen satz gesprochen, war ich mit drei neuen fragen konfrontiert. "sie kommen nachhause, sehen wie ihre freundin von einem fremden vergewaltigt wird, sie haben eine waffe in der hand, wie reagieren sie?" ich wusste, dass die sich auf solches niveau begeben würden, trotzdem war das natürlich heftig. ich sagte, das man den fliehenden beispielsweise auch ins bein schiessen könnte. etwas besseres fiel mir nicht ein. dann ging's weiter: "sie sagen, sie hätten ein aversion gegen waffen, was ist denn mit einem baseballschläger?" ich sagte, das dies ein sportgerät sei, worauf ich den begriff waffe definieren musste. gefühlt wurde ich stunden mit diesen psychoterrorfragen bombardiert, doch ich blieb kühl. vielleicht zu kühl. mein begehren wurde noch an diesem tag abgelehnt mit der begründung, meine waffenaversion sei rationaler art und nicht in einem gewissenskonflikt begründet. da hatten die unsympathischen herren in grün womöglich sogar recht.
also versuchte ich, an die zweite instanz zu gelangen. im wissen, das dies meine rs verschieben würde, reichte ich das gesuch ein. die herren von der zweiten instanz waren zivil und das treffen fand in basel statt. das gespräch war nicht mit dem ersten zu vergleichen, ich fühlte mich als mensch behandelt. "was haben sie denn gegen die armee, sie hat uns doch schon so oft erfolreich beschützt." da musste ich lachen, und zwar laut. "sie meinen zum beispiel im weltkrieg, als man die bevölkerung im mittelland geopfert hätte um das alpenmassiv zu retten? die armee hat uns nicht beschützt und sie hat ihren verfassungsauftrag verraten." etwas geschockt ob meiner ehrlichkeit räusperte sich der mann, der zuvor noch für die lobgesänge über das militär gut war. das sei jetzt schon ein bisschen hart, aber im grunde wohl richtig. von da an entwickelte sich das gespräch in richtung grundsatzdiskussion zum thema militär. scheinbar hatten die herren längst entschieden, mich waffenlos in den dienst eintreten zu lassen.
mein nächstes problem folgte: weil meine rs nun auf den winter fiel, hätte ich mehrere prüfungen an der uni nicht schreiben können. ich stellte also einen antrag auf verschiebung. in harschem ton wurde mir gesagt, dass das nicht ginge. da könne ja jeder kommen. ich checkte meine möglichkeiten ab und entschied mich dazu, das gespräch mit jemandem von zivildienst.ch zu suchen. schon seit ein paar jahren gsoa-mitglied war das für mich kein grosser schritt. die beratung war sehr professionell und das urteil klar: zivildienst aus gewissensgründen würde sich schwierig gestalten, wenn man schon als tauglich ausgehoben wurde und danach extra das waffenlos-prozedere über sich ergehen lassen hatte. also ganz weg von der armee. aber wie? klar, ich musste wegen psychologischen gründen als untauglich erklärt werden.
dazu sucht man sich zunächst einen psychiater, der dem militär nicht allzu wohlgesinnt ist. da ein paar meiner freunde schon bei der gleichen dame waren, viel mir die wahl nicht schwer. wir hatten zwei sitzungen, in denen ich nicht mal wirklich lügen musste. es reichte aus, die wahrheit etwas auszuschmücken. daraufhin verfasste sie ein psychiatrisches zeugnis. unter dem strich war ich darin wohl einfach das arme, dunkelhäutige kind. grundsätzlich liesse sich aber wohl bei jedem etwas finden, dass man derart ausformulieren kann, damit schlussendlich folgender satz drunter passt:
Aus den genannten Gründen beantrage ich, A.F. vom Militärdienst zu befreien.
ja, das war's. jetzt musste ich natürlich nochmals vor die uc, die untersuchungskommission. militärisch war schon der termin: um 7:30 musste ich im gersag sein. vor dem zimmer mussten wir uns dem alphabet nach auf die stühle setzen. der erste kam schon nach wenigen minuten jubelnd heraus. als ich an der reihe war, befürchtete ich natürlich wieder ein verhör wie damals beim waffenlos-gespräch. doch siehe da, der empfang war freundlich, ja sogar etwas traurig.
Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass Sie keinen Militärdienst leisten dürfen.
da musste ich mir ein lachen natürlich schon verkneifen, denn das mitleid war wirklich echt. innert zwei minuten war ich wieder raus. das war also mein letzter diensttag im schweizerischen militär. seither habe ich bei ein paar zivilschutzeinsätzen teilgenommen, die allesamt das prädikat sinnvoll verdienen. den entscheid habe ich nie bereut - im gegenteil.
insider haben schon lange mit dem roadster gerechnet. allerdings wurde erwartet, dass renault den kleinen frischluftflitzer twingo roadster rennen würde, um damit auch dem schleppenden absatz des konventionellen twingo auf die sprünge zu helfen. wind dagegen ist der name eine früheren renault studie, die ich damals noch hübsch fand. der neue roadster verfügt über ein klappdach, wie es einst der ferrari 575 superamerica hatte. die konstruktion ist, verglichen mit der in einem bmw 3er cabrio oder vw eos, ziemlich simpel. dafür öffnet und schliesst das verdeck in zackigen 12 sekunden. aber auch dieser wert kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der renault wind roadster optisch eine recht, naja, sagen wir spezielle erscheinung ist.
das ist der neue sauber c29, der aufgrund der einschreibebedingungen der fia einen reichlich seltsamen namen gekriegt hat. bmw hat eigentlich nichts mehr mit dem projekt zu tun. egal, der neue sauber c29 ist jetzt da und fällt höchstens durch seine schlichtheit auf. wenn die alte rennwagen-weisheit tatsächlich zutrifft, dass ein schönes auto auch schnell fährt, sehe ich für den schnörkellosen sauber c29 eine gute zukunft. einmal mehr steht eine sehr spannende saison an, weil es vor allem im bereich der teams grosse veränderungen gegeben hat.
leu präsentiert heute seinen webauftritt aus dem jahre 2000. das hat mich daran erinnert, dass ich damals auch bereits online war. und genau am 7. februar 2000 ging ich mit dieser domain "auf sendung".
leu sagt über seine 2000er-site, dass er sie noch heute gelungen und minimalistisch findet. das kann ich von meiner nun wirklich nicht behaupten, spass macht der rückblick aber auf jeden fall. das ist für mich auch grund, nicht nur eben jene startseite, sondern eine ganze menge vom alten zeug weiterhin online zu haben. natürlich gibt es öfters mal ein paar löcher, aber über den index der alten seiten finden sich noch immer einige ganz witzige homepage-verbrechen.
und ja, ein gewisser ken block soll darin auch noch vorkommen. ausserdem scheint es fast so, als sei auch noch ein vogel mit von der partie. :-)
zugegeben, ein ford fiesta hält faszinationsmässig nicht ganz mit einem subaru impreza mit. was ken block damit aber anstellt ist dann doch wieder absolute weltklasse.
wow, das sind big-news für den schweizer fussball. haris seferovic, seines zeichens u17-weltmeister, wechselt zum italienischen serie a club ac fiorentina. seit batigol für die florenzer gekickt hat, und beni.b mit mir extra von neuchâtel nach zürich brauste, um den champions-league-knaller gegen die grasshoppers zu sehen, habe ich die mannschaft aus der toskana immer im auge behalten. ausserdem hatte ich damit im letzten herbst endlich einen guten grund, ein violettes shirt zu kaufen. ich bin gespannt, ob haris seferovic sich in italien durchsetzen kann. alles gute!
der vertrag soll übrigens bis 2016 laufen, über die transfersumme ist nichts bekannt.
vor zehn jahren habe ich zu apple gewechselt. der dauernd abstürzende explorer und anderer mist hat mich bei windows einfach genervt. selbst kaum computertechnisch begabt, staunte ich extrem, wie schnell ich den umstieg schaffte. der mac konnte praktisch auf anhieb alles. und zwar meist besser, immer schneller und ganz ohne jegliche abstürze. noch heute bestätigt sich mein entscheid jedes mal, wenn ich an einer windows-maschine sitze (egal welche generation). so kam es, dass sich über die jahre einige macs und mittlerweile auch iphones im haushalt befinden. und jedes mal, wenn die leute aus cupertino wieder ein neues produkt vorstellen, freue ich mich auf die spannende keynote. so auch dieses mal.
doch was wurde da präsentiert? das apple ipad. ein tablet-computer, der in die lücke zwischen iphone und macbook springen soll. ehrlich gesagt habe ich bisher überhaupt nicht bemerkt, dass es dort überhaupt eine lücke gibt. aber egal, kann ja sein, dass so ein neues gerät bedürfnisse befriedigt, von denen man bis zu dessen erscheinen gar nicht wusste.
ok, es schaut natürlich schon schmuck aus. gut, das erwarten wir von einem apple-produkt einfach auch. aber das design war für mich bei computern noch nie ein entscheidendes kaufkriterium.
aber im wesentlichen ist das ipad ein formatmässig aufgeblasenes iphone, das gegenüber diesem nichts mehr kann. nur findet die ganze geschichte halt auf einem grösseren display statt. klar machen fotos darauf mehr spass, filme sowieso und der kalender kriegt auf dem ipad jene wochenansicht, die ich mir auf dem iphone seit dessen einführung sehnlichst herbeiwünsche. aber da es ein led-display hat, wird es beispielsweise gegenüber dem kindle kein gerät werden, dass einen wenig ermüdenden genuss von ebooks erlaubt. logisch, für ein allrounder-gerät macht der einsatz von e-ink keinen sinn.
was fehlt dem ipad? es hat keinen usb-anschluss, wobei sich der mittels adapter an die dock-buchse anschliessen lässt. einen sd-kartenslot gibt's nur als zubehör. es hat kein richtiges gps. eine kamera fehlt ebenfalls. immerhin gibt es in der 3g-variante die möglichkeit, eine sim-karte einzulegen. ebenfalls praktisch dürfte das als zubehör erhältliche dock mit tastatur sein. wer wirklich auf dem ipad schreiben möchte, wird wohl nicht um den kauf dieser tastatur herumkommen, denn das tabletding hat wie das iphone keine physische tastatur. lkm fragt sich schon mal, ob es wohl kleine sticker geben wird, die als hilfen für das blindschreiben dienen könnten.
mehr als nur eine randnotiz ist der eigens von apple entwickelte chip, der a4 genannt wird. was audi wohl dazu sagt? der chip ist in allen versionen derselbe. die preise variieren zwischen 500 usd (16gb, wifi) und 830 usd (64gb, wifi, 3g). wenn man bedenkt, dass man da drauf ja vor allem fotos und filme haben wird, müsste man sich bestimmt eines mit der grössten kapazität ziehen. die preise mögen fair sein, aber wenn man schon ein iphone und ein macbook sein eigen nennt, ist es schon sehr viel geld.
und was ist aus der alten apple-spezialität geworden, dass produkte am tag der präsentation bereits bestellt werden können? auf der schweizer apple-site steht noch gar nichts, auf apple.com kann man sich immerhin darüber informieren lassen, wann denn das ipad erhältlich sein werde.
naja, selbstverständlich ist es möglich, dass dieses ipad ein riesiger erfolg wird. es gab ja schliesslich vor dem start des iphone genug kritiker (ein mann namens ballmer?!), die einen flop prognostizierten. ebenso ist es möglich, dass ich in ein paar jahren tatsächlich so ein ding habe. momentan kann ich mir aber beides schlicht nicht vorstellen. dazu bietet das gerät aus meiner sicht zu wenig neues, zu wenig exklusives, was man mit anderen geräten nicht könnte.
zum schluss darf natürlich eine bemerkung zum iphone nicht fehlen. die meisten gerüchteverbreiter erwarteten eine neue software, genannt iphone 4.0. doch die kam nicht. damit dürfte sie mit dem neuen gerät im juli diesen jahres erscheinen. auch auf diese keynote werde ich mich wieder freuen.
pyro im fussball. verteufelt, allerdings erst seit wenigen jahren. gerne werden die zündenden fans als kriminelle abgestempelt und direkt mit denjenigen verbunden, die nach den spielen dreinschlagen. das fernsehen hat die aufgabe, möglichst keine bilder von den fackeln zu zeigen.
österreichische ski-fans zünden fackeln in schladming
pyro im skisport. gelobt, als stimmungsmittel verstanden. das gleiche gilt auch für die skispring-events. beim gestrigen nachtslalom von schladming standen fast 50'000 zuschauer an der strecke und es wurden locker 30 solche fackeln inmitten der fans gezündet. das fernsehen zoomt auf die fackeln und verwendet sie auch gerne als pittoresken hintergrund für die fahrten der führenden slalomfahrer. verhaftungen soll es keine gegeben haben, videoüberwachungen gibt es ebenfalls nicht und ich glaube, auch ein fanpass ist nicht geplant. komisch, hm?
die vorgeschichte: seit ich in diese wohnung gezogen bin, bekam ich schon drei anrufe von der cablecom. dazu muss ich sagen: ich war noch nie kunde bei cablecom. trotzdem begannen die gespräche immer mit den worten "sie sind ja bereits kunde bei uns, ich hätte da ein ganz gutes angebot..." inzwischen antworte ich darauf mit "also wenn mich das plombieren des anschlusses zum kunden macht, dann bin ich bereits kunde, ja." heute morgen verwirrte ich damit eine cablecom-callcenter-dame. selbst reichlich verwirrt ob dem offenbar desaströsen zustand der kundendatenbank im hause cablecom twitterte ich nichtsahnend darüber.
gerade hat zum 3. mal die cablecom angerufen, weil ich ja kunde bei ihnen sei. tatsächlich ist der anschluss seit 2007 plombiert. wtf!
ein paar stunden später erhalte ich unerwartet eine antwort von einem user namens cablecomwebcare auf mein gezwitscher:
@amadedotch Guten Tag. Wir können da gerne helfen. Bitte um DM mit Kontaktangaben, wir melden uns. Grüsse.
natürlich reagierte ich auf die freundliche message umgehend und siehe da: es hat tatsächlich eine sehr nette dame von cablecom angerufen und sich des problems en detail angenommen. wenig überraschend tauche ich nirgends in den kundendaten auf. es könne sich eigentlich nur um eine drittfirma handeln, die im auftrag von cablecom adressen abtelefoniere. immerhin, eine sehr ehrliche und auch schnelle antwort. cool auch, dass eine grossfirma wie cablecom twitter dermassen pragmatisch einzusetzen versucht. tatsächlich habe der dienst aufgrund des bislang sehr positiven echos gute chancen aufrecht erhalten zu werden.
roger schawinski im gestrigen club auf sf zu christoph mörgeli, als dieser gerade ob den furchtbaren konsequenzen der personenfreizügigkeit winselt (sinngemäss):
Ja, und vor was hat die SVP uns damals gewarnt? Es sollten massenweise Polen und Tschechen und allgemein schlecht qualifizierte Leute kommen. Das ist nicht passiert. Jetzt, wo genau jene Kategorie kommt, welche von der SVP immer gefordert wurde, nämlich hochqualifizierte Berufsleute primär aus Deutschland, ist das auch wieder nicht recht.
das video ist zwar schon mehr als ein jahr alt, aber als ich es gerade bei bei lkm gesehen habe, hat es mich dennoch gepackt. der text des kenianischen schreiberlings binyavanga wainaina geht irgendwie nahe. wow.
genial natürlich auch, wie djimon hounsou das ganze vorträgt. hier gibt es den text zum nachlesen.
vw hat den käfer längst vergessen. vorbei die zeit, in der man die massen mit einem einzigen modell mobilisierte, das zudem auch noch vergleichsweise günstig zu haben war. der new beetle konnte und wollte nie für alle sein; ein szene-mobil ohne szene. bei fiat sieht es teilweise ähnlich aus: der 500 hat nichts mit seinem namensvetter gemein, von der süssen äusseren form nun einmal abgesehen. während man bei fiat für den kleinen mann mit dem panda immerhin ein praktisches, günstiges und durchaus ökologisches modell im programm hat, ist "volkswagen" bei vw nur noch markenname. das letze günstige modell war der vw fox, den man bezeichnenderweise von vw do brasil importieren musste, da die wolfsburger ingenieure offenbar vergessen haben, wie man ein simples fahrzeug baut.
könnte es einfach damit zu tun haben, dass unsere anforderungen so massiv gestiegen sind? wollen wir uns nicht mehr mit einem simplen fortbewegungsmittel zufrieden geben, sondern brauchen ein komfortmobil mit allem schnickschnack und fettem logo im verchromten grill? oder ist es ganz einfach so, dass man für wenig geld heute kein praktisches, zuverlässiges und sicheres auto mehr bauen kann?
das alles ist falsch. der dacia logan mcv beweist im autobild dauertest über 100'000 kilometer seine zuverlässigkeit. weitere zahlen bezeugen seine popularität: in der schweiz konnte dacia 2009 seine verkäufe um 33% steigern. die in einem markt, der in seiner gesamtheit um 8% geschrumpft ist. wenn man bedenkt, dass dacia im prinzip nur ein modell im angebot hat (auch der sandero ist im prinzip ein logan mit schrägheck), ist dies umso bemerkenswerter. gelingt es der rumänischen marke einen neuen volkswagen zu bauen? wie sieht es mit der sicherheit aus? abgesehen von esp, das es leider auch nicht gegen aufpreis gibt, wartet der dacia logan mit allen sicherheitsfeatures auf, die man heute als standard ansieht. in der schweiz gibt es den dacia logan mcv ab 13'000 franken, selbst die topausstattung ist für 20'000 chf zu haben. nicht viel für einen 5-plätzer mit 700 liter kofferraum, aber hält der denn auch?
ja, er hält. im erwähnten auto bild dauertest überzeugt der billigkombi, einzig eine defekte tankuhr nervt. mit dem preis im kopf erstaunt der blick auf die zuverlässigkeitsrangliste der auto bild dauertestautos: der dacia logan lässt z.b. bmw x3, bmw 5, mercedes ml 270 cdi, skoda octavia 1 combi 1.9 tdi, vw touran 2.0 tdi, audi a6 avant 2.7 tdi und vw passat 2.0 tdi hinter sich. wie joachim staat schon sagt: dies ist ein echter volkswagen, den sich vor allem vw mal richtig genau anschauen sollte..
es muss zehn jahre her sein, als mich supertüp beni.b irgendwie dazu brachte, dieses 2step-zeugs zu hören. so kam ich zu artful dodger und damit zu craig david. seine stimme begeistert mich noch heute; vor allem, seit ich ihn mal live gesehen habe. der mann ist richtig gut und die neue single klingt so, als könnte es das neue album von ihm auch sein.
gesehen bei wazzup
vox-analysen haben ja schon öfters überraschende aufschlüsse gebracht. dieses mal (übrigens das 100. mal) wurde die abstimmung über die minarettverbotsinitiative ausgewertet und das fazit klingt doch recht seltsam:
Die Befürworter der Minarettverbots-Initiative haben ein symbolisches Zeichen gegen die Verbreitung des Islams in der Schweiz setzen wollen. Dies zeigt die am Montag veröffentlichte Vox-Analyse. Grundsätzlich bedeute aber die Zustimmung keine generelle Ablehnung der Muslime in der Schweiz, schreiben die Autoren der Studie.
aha. sehr clever. nicht gegen die muslime, nur gegen den islam hat man was. und wie heissen die angehörigen dieser glaubensrichtung? und wie soll man diese auf den ersten blick klar widersprüchliche aussage nun interpretieren? könnte man es vielleicht so sagen: wir schweizer haben nichts gegen leute mit muslimischem glauben. nur finden wir das, woran sie glauben, irgendwie scheisse. sollen die doch an jesus oder nichts glauben, wir können das ja auch. jawohl.
man spürt vielleicht heraus: ich versteh's nicht.
auch wenn, nicht zuletzt auf diesem blog hier, immer mal wieder gesagt wird, das links-rechts-spektrum tauge nicht mehr für verlässliche aussagen, hat es in dieser abstimmung eine entscheidende rolle gespielt:
Laut der Vox-Analyse war das Stimmverhalten sehr stark vom Links-Rechts-Gegensatz geprägt. Das heisst, dass die Linke die Initiative mit über 80 Prozent Nein-Stimmen deutlich ablehnte, während die Rechte ihr fast ebenso klar zustimmte. Den Ausschlag gab die politische Mitte. Diese nahm das Minarettverbot im Verhältnis zwei zu eins an und verhielt sich damit laut Vox-Analyse grundsätzlich anders als bei früheren ausländerpolitischen Abstimmungen.
dann hat mein eindruck also nicht getäuscht: fdp und cvp rutschen in krisenzeiten deutlich nach rechts. das könnte mit ein grund dafür gewesen sein, dass man trotz klarer parteiparole keine plakate gegen die vorlage aus dem mittelager sah.
wenig spannendes ergab die analyse betreffend bildungsniveau der abstimmenden:
Die Vox-Analyse zeigt deutlich dieses Muster: Je höher die Bildung, desto geringer die Zustimmung zur Minarettinitiative. In der Gruppe mit Lehrabschluss stimmten 76 Prozent für das Minarettverbot, in der Gruppe mit höherem Berufsschulabschluss 48 Prozent, in der Gruppe mit Hochschulabschluss 34 Prozent.
ich gehe einmal grob gesagt davon aus, dass sich besser gebildete menschen tendenziell auch besser informieren. bitter ist das natürlich für hardman, der sich ja stets eine aristokratie wünscht. hätte nur die elite abstimmen dürfen, wäre die vorlage abgelehnt worden.
sehr spannend finde ich folgendes:
Im Weiteren stimmten religiöse Menschen sowohl reformierter als auch katholischer Konfession zu rund 60 Prozent für die Initiative, religionslose Personen jedoch lehnten sie ab.
tendenziell ist es also so, dass religiöse menschen in der schweiz die religionsfreiheit nur so lange gut finden, wie sie ihre eigene religion betrifft. dabei heisst es doch, konkurrenz belebe das geschäft... und konkurrenz für die christen scheinen ja seit kurzem auch die religionslosen zu sein, wenn man sich an die unsägliche plakatdiskussion erinnert. trotzdem interessant, dass die religionslosen offenbar keine probleme mit den religionen (bzw. mit den menschen, die einer angehören) haben.
auf jeden fall lässt diese abstimmung bei mir das ungute gefühl zurück, dass es nicht gelingt, die bevölkerung ausreichend zu informieren. in diesem bereich muss für die zukunft vor allem auf der linken seite und wohl auch bei den mitte-parteien viel gearbeitet werden.
abschliessend noch etwas zu den nein-sagern:
Bei den Gegnern war die Einschränkung der in der Verfassung garantierten Grundrechte der Religionsfreiheit und der Nichtdiskriminierung für ein Nein zur Minarettinitiative ausschlaggebend.
twelve south hat ja schon einige ganz coole mac-accessoires im programm. neu wird eine notebookhülle, passend für macbooks in den grössen 13 und 15", im stile eines alten buches angeboten. 80 usd kostet das gute stück. cool.
in der vergangenheit haben anti-wef demos oft zu wüsten szenen in den strassen der städte geführt. heute scheinen die wef-gegner in luzern bewiesen zu haben, dass sowas auch friedlich geht. gerade in einer zeit, in der die durchführung des forums in davos immer anachronistischer zu werden scheint, wäre ein friedliches zeichen dagegen wohl wichtig. bleibt für die organisatoren zu hoffen, dass dies in der öffentlichkeit auch so wahrgenommen wird. ganz bestimmt würde es der glaubwürdigkeit der demonstranen massiv helfen, würden auch die leute ganz vorne auf eine vermummung verzichten.
liegt es an mir, oder haben werbefilme aus den 1930ern irgendwie immer etwas sonderbares, das an das deutschland dieser zeit erinnert? egal, vor allem der vorschlag, mit dem auto auf den geleisen auf die keys in florida zu gelangen, finde ich aus heutiger sicht recht lustig. und auch der später vorgetellte schienenbus hat heute etwas komödiantisches.
12 jahre in folge hat bruce nussbaum vom business week magazin am wef in davos teilgenommen. dieses jahr bleibt er zuhause. in seinem artikel erklärt er, weshalb der davos man eben nichts mehr zu sagen hat. schön, das wenigstens ein paar journalisten ihre lehren aus den beiden krisenjahren gezogen zu haben scheinen. die mehrheit scheint mir aber bereits längst wieder in die der-markt-regelt-das-schon-gläubigkeit verfallen zu sein. und ja, wenn's der markt mal nicht regelt, schiesst der staat dann eben die milliarden gleich im dutzend ein.
[...] The Great Recession of the past two years is revealing that globalization, the economic ideology of Davos Man, was never more than a gloss over nascent nationalism. In the end, it is the nation-state and the local taxpayer that is saving the banks and businesses run by Davos Man from total destruction. The Great Recession is also showing that Chicago-School efficient market theory is as false an economic belief system for the global economy as it is for national policy. While globalization has clearly improved the lives of millions of Chinese, we can now see that it has also led to the immiseration of millions of middle class and poor Americans. The theory that efficient markets within a free trade system would benefit ALL participants is now proven wrong. [...]
Alas, it's too late. I went to the World Economic Forum for 12 years. I enjoyed the networking, the learning and the partying. But I won't be going back to Davos next week. Davos Man has nothing left to say.
ja, die formel 1 ist zurück in montréal. das auto: ein redbull f1. am steuer: sébastien buemi. irgendwie spannender als mit dem alfa 33 auf dem st.moritzer see.
endlich schlägt mazdas neue designsprache nagare auch bei den serienfahrzeugen durch. die wellenartigen linien in den türen des neuen mazda 5 könnten schon fast von einem concept car stammen. dazu gibt's start-stopp-technologie und moderne benzindirekteinspritzer.
[Trigami-Review]
vor etwa 8 jahren probierte ich das einkaufen via internet bei leshop.ch schon einmal aus. nicht weil ich im stress gewesen wäre und auch nicht, weil ich stunden bis zum nächsten supermarkt gebraucht hätte. schliesslich wohnte ich zu der zeit in zürich altstetten unweit von einem grossen migros-center. doch ich wollte einfach wissen, ob dieser dienst tatsächlich auch zuverlässig funktioniert. ausserdem wollte ich ein stück zukunft testen. und zugegeben: ich hatte damals auch ein paar mehr softdrinks bestellt im wissen, dass ich sie nicht selbst die treppen hoch schleppen würde.
nun gibt es für leshop.ch auch eine iphone app (itunes-link). und die ist gratis. damit man per iphone bestellen kann, braucht es nur für kurze zeit eine 3g-netzabdeckung oder natürlich einen wlan-zugang zum netz. die bewertungen im app-store sind mit wenigen ausnahmen absolut top. der durchschnitt liegt bei über 4 von 5 erreichbaren sternen.
homescreen der leshop.ch iphone app
also mal sehen, wie die app funktioniert. tatsächlich ist das einkaufen kinderleicht, unter "supermarkt" findet man das riesige sortiment in verschiedene kategorien aufgeteilt. auch eine im test sehr gut funktionierende suche ist implementiert. wer genauere informationen zu einem bestimmten artikel wünscht, findet im jeweiligen produktbeschrieb nicht nur preis, menge und verfügbarkeit.auch die detaillierten inhaltsangaben, wie man sie von den verpackungsrückseiten kennt werden angzeigt. weiter informiert die app über aktuelle aktionen und neuheitein im sortiment. wer gewisse dinge immer wieder kauft, wird sich über die listen-funktion freuen, die sowohl die letzten bestellungen als auch sogenannte lieblingsprodukte in übersichtlicher form bereithält.
gut funktionierende suche
irgendwie ist dieser online supermarkt im taschenformat etwas, das man vor 15 jahren als wirre zukunftsvorstellung abgetan hätte. jetzt ist er in form einer schnellen applikation für das iphone bereits realität geworden. die geschwindigkeit ist deshalb so hoch, weil der ganze "laden" auch offline verfügbar ist. es ist also kein problem, während einer sbb-panne im tunnel seinen einkaufswagen zu füllen. nur für die übermittlung der bestellung braucht man dann wieder empfang.
der mindestbestellwert liegt bei 99.- chf. die lieferkosten betragen 15.90 chf, wobei sie mit zunehmendem bestellwert abnehmen. ausserdem wird man mit noch tieferen lieferkosten belohnt, wenn man regelmässig bestellt. pech hat man allerdings, wenn man wie lkm in rueras wohnt. dieser ort wird nämlich nicht bedient. da besteht also noch verbesserungspotential. abgesehen davon hat mich der dienst und vor allem die zugehörige iphone app aber sehr überzeugt. auch die kosten für die lieferung gehen in ordnung.
... ist einiges verrückter als ich je gedacht hätte. in diesem talk erklärt er, wie er sich soweit brachte, länger als eine viertelstunde den atem anzuhalten. im wahrsten sinne des wortes atemberaubend.
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